Sommerzeit. Buskerszeit. Zum nunmehr vierten Jahr in Folge drängte es das Projekt 210 wieder ans Buskers Bern Strassenmusik-Festival. Nachdem bereits im Jahr zuvor ein neues Konzept beim Publikum auf grossen Anklang gestossen war, entschieden sich findige Geister auch dieses Mal den Bizaar auf der Münsterplattform mit etwas Neuem zu überraschen.

Interaktiv sollte es sein, individuell und vor allem ein einmaliges Eintauchen in die Welt des Jahrmarkts und Zirkus. So entstand die Idee von Papa Noptikums Kuriositätenkabinett, welches schliesslich seine bunten Zelte während dem Buskers in Bern aufschlug und so mancher neugierige Blick seitens der Zuschauer auf sich zog. Doch welche Kuriositäten waren darin zu erwarten und wer oder was in aller Welt ist eigentlich Papa Noptikum?

Ein feuriger Messerwerfer, ein schizophrener Clown, der angepisste Bühnenarbeiter; Es gab eine farbige Bandbreite von Charakteren, welche das Publikum in der kleinen Zeltstadt willkommen hiessen und ihnen weiterhalfen auf ihrer Suche nach dem grossen Papa Noptikum. Dabei gab es immer wieder Entscheidungen zu treffen, welche schliesslich den Ausgang der eigenen Geschichte massgeblich beeinflussten. War Papa Noptikum nun der eigene Urenkel aus der Zukunft oder doch eher der Teufel höchstpersönlich? Dass kam ganz auf das eigene Verhalten der Zuschauer an, welches über ein ausgeklügeltes Ticketsystem registriert wurde.

Bis das Kuriositätenkabinett am letzten Tag von einem gewaltigen Nieser des Papa Noptikums leider flachgelegt und deshalb früher als ursprünglich geplant abgebrochen wurde, strömte das Publikum wieder zahlreich in die Zelte des Projekt 210. Die einmaligen Erfahrungen in der kleinen Zeltstadt sorgten gerade auch beim jüngeren Publikum für Begeisterung und ältere Semester liessen sich zu später Stunde ebenfalls gerne auf die schrägen Kabinettbewohner ein. Trotz einem verfrühten Ende war somit auch der vierte Buskersbesuch des Projekt 210 wieder ein tolles und erinnerungsreiches Erlebnis, für Publikum und Ensemble-Mitglieder gleichwohl.